Die Römer am Rhein

- ein Unterrichtsprojekt im 4. Schuljahr -
Dieses Thema kann sehr umfassend gestaltet werden. Deshalb wird es projektorientiert erarbeitet.

Pädagogische und didaktische Vorüberlegungen
Allen Schülern unserer Region ist Köln als die nahe gelegene Großstadt bekannt. Es bietet sich an, diese Stadt als Ausgangspunkt für eine Zeitreise in die Vergangenheit zu wählen und ihre Ursprünge zu erkunden. Gleichzeitig bietet Köln als Exkursionsort die Möglichkeit, Spuren dieser Vergangenheit aufzusuchen und zu erkunden, um Geschichte zu erleben. Ein weiterer Aspekt ist es, den Schülern bewusst zu machen, welche sozialen und kulturellen Voraussetzungen für die Gegenwart sich aus dieser Zeit herleiten.

Verlauf der Unterrichtseinheit mit den wesentlichen Stationen
- Germanische Bauern kommen nach Colonia Agrippina, um ihre Waren an die Römer zu verkaufen bzw. gegen andere Waren einzutauschen ( Lehrererzählung )
- Gründung und Geschichte des Römischen Reiches und seine Ausdehnung um den Mittelmeerraum und zum Norden hin,
- geschichtliche Annäherung durch die Herstellung einer Zeitleiste,
- geografische Annäherung durch das Lesen und Vergleichen historischer und heutiger Karten,
- kulturelle Errungenschaften, die wir von den Römern übernommen haben: Bau von Wasserleitungen, Kanalisation, Schwimmbädern, Steinhäusern, Straßenbau, Glasherstellung etc.,
- Sicherung der Grenzen durch den Limes,
- sprachliche Wurzeln des Lateinischen, die in unserer Sprache auch heute noch erkennbar und nachvollziehbar sind,
- Obst, Gemüse, Getreide und Gewürze, die die Römer bei uns bekannt gemacht haben,
- Kennenlernen der römischen Ziffern und Zahlen, Rechnen mit diesen Zahlen und Übertragung in unser Zahlensystem,
- Würfelspiel mit Ereignisfeldern, Bezug nehmend auf die Comic-Serie Asterix und Obelix,
- Entsprechend dazu ein Asterix-Videofilm,
- Kennenlernen der römischen Kleidung, der Haartrachten und des Schmucks,
- dementsprechend Nähen einer römischen Toga aus Bettlaken und Anfertigen von Ketten und Armbändern,
- Gestaltung eines Mosaikbildes nach antikem Vorbild.
- Den Abschluss dieser Unterrichtsreihe bildeten ein Römerfest, das wir in der Schule vorbereiteten und feierten,
- und eine Klassenfahrt nach Köln mit dem Besuch des Römisch-Germanischen Museums sowie des Prätoriums .

Zum Römerfest
Zunächst werden Kleidung und Schmuck selbst hergestellt. In Orientierung an dem bereits Erarbeiteten stellen die Kinder die Speisefolge für ein Festessen zusammen, kaufen selbst ein und bereiten die Gerichte zu. Die Tafeln werden festlich gedeckt und dekoriert. Die Schüler werden in Familien eingeteilt, in der jedes Kind eine bestimmte Funktion ( Rolle ) übernimmt. Eltern werden als Gäste eingeladen.

Zum Besuch der Römerstadt Köln
In Köln werden zunächst im Keller des Rathauses die Überreste des römischen Prätoriums besichtigt. Unterhalb des Museums läuft man über ein Stück alter römischer Straße. Dem schließt sich dann eine Führung im Römisch-Germanischen Museum mit dem Schwerpunkt „römisches Familienleben“ an. Danach bleibt noch Zeit, um selbst auf Entdeckungsreise durch das Museum zu gehen. Die Schüler haben die Möglichkeit, vieles von dem, was vorher im Unterricht erarbeitet wurde, konkret in Augenschein zu nehmen. Das Ziel dieses Unterrichtsprojekts ist ein lebendiger Umgang mit einem Themenbereich aus der Geschichte: Geschichte „zum Anfassen“.